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EUROPA ERLEBEN

FAIRbund ermöglicht jungen Menschen aus Deutschland die Teilnahme an einem Freiwilligendienst im europäischen Ausland oder in einem der Partnerländer.

Gerne beraten wir Interessenten aus Leipzig und Umgebung und unterstützen sie bei der Suche nach geeigneten Einsatzstellen und beim Bewerbungsprozess. Gemeinsam erstellen wir die für einen Freiwilligendienst im Ausland notwendigen Unterlagen und bereiten die jungen Menschen auf den Aufenthalt vor.

Für das Jahr 2021 freuen wir uns sehr über die weitere Zusammenarbeit mit der Camphill-Gemeinde Glencraig im schönen Nordirland. Seit 1954 bietet Glencraig einen einzigartigen Ansatz zur Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Lernbehinderungen. Als Freiwillige/r wirst du dort Erwachsene mit einer Lernbehinderung bei den täglichen Aktivitäten auf dem Bauernhof, im Garten, auf dem Landgut und in der Werkstatt unterstützen. Mehr Informationen über die Glencraig Camphill-Gemeinde findest du hier.

Willst Du dich an diesem oder anderen Projekten in Europa beteiligen? Dann vereinbare gern einen Beratungstermin mit unserem EU-Projekte-Büro.

Tipps für die Bewerbung findest Du hier:

Hier berichten ehemalige Europäische Freiwillige, gefördert durch das Programm ERASMUS+ und den FAIRbund e. V. über ihre Erfahrungen im Ausland:

KONTAKT

EU-Projekte
Rückertstr. 10, 04157 Leipzig
Tel.: 0341 – 2 316 122
Fax: 0341 – 2 316 120
euprojekte@verein-fairbund.de

Dörte Dietrich (Teamleiterin)
Mobil: 0177 – 4 123 172
doerte-dietrich@verein-fairbund.de

Andrea Proniewicz
andrea-proniewicz@verein-fairbund.de

Iryna Svistunova
iryna@verein-fairbund.de

Ida Eustergerling (Europäische Freiwillige)
ida-eustergerling@verein-fairbund.de

„Die Camphill Community Glencraig ist wohl einer der besten Orte um einen Freiwilligendienst und
Lockdown zu verbringen.“

Glencraig – UK

Nicht nur hat man eine wunderschöne Umgebung gleich vor der Haustür sondern trifft hier auch auf Menschen verschiedenster Fähigkeiten, Interessen und Nationalitäten.
So wird sowohl die Arbeit als auch die Freizeit in der Community nie langweilig.
Fünf Tage pro Woche helfen ich und viele andere Freiwillige in einem der Häuser und unterstützen die Bewohner in ihrem Alltag.

Dazu gehört zum Beispiel gemeinsames kochen und backen, spielen, musizieren, tanzen, malen und basteln, Filme schauen, Spaziergänge machen, Feste feiern und noch vieles mehr. Aber natürlich hat man auch einiges an Putzarbeit leisten und je nachdem wie selbstständig die Bewohner sind muss man ihnen auch beim Ankleiden, Zähneputzen, Essen,
Duschen und anderen Aufgaben helfen.

In Causeway, dem Haus in dem der Großteil der ca. 25 Freiwilligen lebt, ist auch immer was los. Hier treffen sich viele junge engagierte Menschen aus ganz Europa, und manchmal sogar von weiter weg. Jeder Freiwillige bringt seine eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit und kann diese im Alltag und der Arbeit einbringen und weitergeben.

Eine Freiwillige macht zum Beispiel seit Jahren Yoga und lädt manchmal ein mitzumachen. Ein anderer Freiwilliger ist ein begabter Zeichner und gibt hin und wieder eine Stunde. Und die unzähligen Musiker unter den Freiwilligen hört man oft zusammen spielen.

Einige Einschränkungen wegen Corona gibt es natürlich auch. So dürfen wir die Bewohner gerade nicht in ihre Workshops begleiten und mit ihnen keine Ausflüge außerhalb der Community machen. Auch für uns Freiwilligen waren Ausflüge während der letzten Lockdowns teilweise auf einen 10 Meilen Radius beschränkt.

Aber sobald es wieder erlaubt ist, organisiert einer der Mentoren Trips zu Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.

Meine Zeit hier in Glencraig ist nun fast vorbei und der Gedanke all die Menschen, die ich hier kennen, schätzen und lieben gelernt habe bald zu verlassen schmerzt mich sehr. Doch ich habe auch viel and Wissen und Erfahrung gewonnen und dies und meine neu geschlossenen Freundschaften werden mich sicher in Zukunft noch lange begleiten.

„Seit nun mehr als sieben Monaten lebe ich in einem mir zwar nicht allzu fremden, aber dennoch unbekanntem Land, Bosnien und Herzegovina, um genauer zu sein in dessen Hauptstadt Sarajevo.“

Sarajevo – EVS

Seit nun mehr als sieben Monaten lebe ich in einem mir zwar nicht allzu fremden, aber dennoch unbekanntem Land, Bosnien und Herzegovina, um genauer zu sein in dessen Hauptstadt Sarajevo. Neben den religiösen Unterschieden zwischen Katholiken, Moslems und serbisch Orthodoxen und deren Gotteshäusern, gibt es auch deutliche Disparitäten zwischen den Bauwerken innerhalb der Stadt. Während man an einer Straßenecke immer noch Häuser vorfindet mit Beschädigungen vom Bonsienkrieg, kann man an der nächsten Straße schon eines der modernsten Gebäude ganz Bosniens vorfinden, wie zum Beispiel das Sarajevo City Center (SCC). Aber neben dem reich bevölkerten Zentrum einmal abgesehen, glänzt Sarajevo mit seiner einzigartigen Natur und den Bergen, wie dem Igman oder Trebevic, die immer wieder einen Besuch wert sind. Ebenso wie die Altstadt und deren Souvenir- und Einkaufsmöglichkeiten, die an einen türkischen Bazar erinnern.

Als deutsche EVS Freiwillige in einer Argentur für Suchtprävention „NARKO-NE“ gehört es neben dem Organisieren und Übersetzen von Workshops zu meinen Aufgaben in z.B. die Grundschule zu gehen und mit den Kindern, die Deutsch seit der ersten Klasse lernen, auf Deutsch Konversationen zu führen oder einen kurzen Vortrag zu halten. Zudem ermöglichte mir meine bosnische Organisation an einer internationalen Konferenz teilzunehmen, bei der Teilnehmer aus über zehn verschiedenen Ländern anwesend waren. Vor Corona ist eine meiner Haupt- und Lieblingsaufgaben gewesen zwei kleinen Mädchen an einer Grundschule Klavierunterricht auf Bosnisch zu geben, da ich selbst seit ca. 8 Jahren Klavier spiele. Zudem gebe ich wöchentlich einen Deutschkurs für die Freiwilligen aus NARKO-NE. Dank Corona und dem damit verbundenem Home-office habe ich auch eine neue Aufgabe im technischen Bereich bekommen, und damit ist nicht nur die Teilnahme am Mid-term Training über „zoom“ gemeint, sondern auch DIY Videos für eine Kampagne für Fundraising zu drehen. Außerdem helfe ich ihnen mit kreativen Aufgaben, wie zum Beispiel Buttons zu designen oder Fotorahmen für Gruppenaktivitäten selbst zu gestalten.

Alles in Allem freue ich mich auf die verbleibenden paar Monate und werde die Zeit so gut es geht mit meinen neuen Freunden und Kontakten nutzen.

„Krakau ist eine der beliebtesten Städte für Erasmus Studierende. Es wimmelt nur so von Spaniern, Italienern und Deutschen, Krakau ist in den letzten Jahren zu einer absoluten Erasmus-Metropole herangewachsen und das macht es umso besser.“

Ich nehme einmal 10 Monate Polen

„Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt. Sieh sie dir an“ das sagte einst Kurt Tucholsky und gemäß diesem Motto verschlägt es jährlich tausende junge Menschen mit dem Freiwilligendienst der EU ins Ausland. Auch mich hat es in diesem Jahr ins Ausland getrieben, genauer gesagt nach Krakau in den Südosten Polens um dort in einem Kindergarten und einer Schule zu arbeiten.

Warum denn Polen mag man sich fragen und zugegeben ich war mir zu Beginn auch nicht sicher, ob es die richtige Wahl ist. Erstens ein Jahr im Ausland zu verbringen und zweitens nach Polen zu fahren, wenn man ganz Europa zur Wahl hat. Rückblickend kann ich aber mit Gewissheit sagen, ich hätte mich nicht besser entscheiden können. Krakau ist eine unglaublich schöne Stadt und mit knapp 800 000 Einwohnern ist immer was los, insbesondere das jüdische Viertel und die Altstadt stehen niemals still. Außerdem kann Krakau mit einer außergewöhnlichen Bar- und Cafekultur punkten. Die äußeren Gegebenheiten für einen guten
Auslandsaufenthalt sind also in Krakau absolut erfüllt.

Was dann nur noch zu einem guten Auslandsaufenthalt fehlt sind die richtigen Leute und was soll ich sagen, die gibt es hier reichlich. Denn Krakau ist eine der beliebtesten Städte für Erasmus Studierende. Es wimmelt nur so von Spaniern, Italienern und Deutschen, Krakau ist in den letzten Jahren zu einer absoluten Erasmus-Metropole herangewachsen und das macht es umso besser. Denn es kommt zum Aufeinandertreffen von so einigen Kulturen und damit einhergehenden Gewohnheiten und ganz verschiedenen Charakteren. Aber genau das ist es, was mir an diesem Jahr unglaublich gut gefällt. Man lernt nicht nur viel über die polnische Kultur sondern eben auch von all den anderen Freiwilligen über deren Kultur. Angefangen bei spanischer Musik über die echten französischen Crêpes bis hin zur polnischen Sprache.

Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass das Jahr neben all dem Spaß natürlich auch die ein oder andere Herausforderung mit sich bringt. Doch genau das rundet das Jahr ab, denn es ist nicht nur voll von Erfahrungen sondern man arbeitet viel an sich selbst und entwickelt sich in ungeahnten Gebieten weiter. Ob das bei den Trainings in Warschau und Torun sei oder beim Gestalten neuer
Aktivitäten im Kindergarten, der Alltag steckt voller Überraschungen und Herausforderungen.

Abschließend kann ich einen solchen Freiwilligendienst nur jedem ans Herz legen, der die Möglichkeit dazu hat, denn die hat man nur einmal und es gibt wenige Dinge auf der Welt die so lohnenswert und dabei kostenlos sind.

„Ich war in Calabrien vom 01.02. – 04.12.2021 beim Projekt „No Borders“ von der Aufnahmeorgansiation Entropia an der Universität von Calabrien – ein Projekt, welches die Integration von ausländischen Studierenden, Asylbewerber*innen und Geflüchteten unterstützt.“

Review of my project “No borders Citizens” at Entropia

To put it briefly: It’s been a crazy and beautiful experience in which I learned an incredible amount of things. During these 10 months I felt like no week was like the one before. I met a lot of people, faced new challenges and gained a ton of experience. The project took place at the cultural association Entropia, which is located inside the University of Calabria in the south of Italy. The project was about the integration and inclusion of international students, asylum seekers and refugees.

Over the course of my time at Entropia I was involved in a large variety of activities and projects. Since the restrictions at the beginning of our project due to the Covid-19 situation were quite severe, the opportunities to conduct social activities were strongly limited. However, we were still able to meet some new people for language exchanges and perform outdoor activities with refugees and asylum seekers at a local refugee center. During this time, I also recorded a podcast about the international protection system and the refugee arrival and recognition process in Germany, Italy and Spain, together with my partner in the project. Towards the summer, as the pandemic situation calmed down a bit, we could finally reopen the association for students and some social activities. From this point on, part of my work consisted of receiving and assisting students, refugees, artists or other visitors to our space. Also, we were finally able to fully start enjoying Calabria by traveling around it’s beautiful little villages and beaches.

Our weekly program at the association included a range of activities open for internationals as well as locals. These activities included karaoke nights, public viewings, babel tea (language exchange & socialisation), jam sessions, music and art labs, movie nights and italian courses. Apart from participating, part of my duties were to promote these activities by creating flyers, speaking to people and writing social media posts. I was also involved in the promotion of our festivals and the association in general. Furthermore, we also worked on weekly live radio broadcasts. During the
first period of the live shows I assisted by taking care of the social room, which includes operating the social media page, answering comments and passing the comments on to the speakers. In the second period of the live broadcasts towards the end of the project, I worked inside the studio with the speakers as sound director, a role that I really enjoyed. One of my personal highlights and one of the big parts of my project was the European project “No Borders Festival” in which 40 young people from different backgrounds came together to organise a festival promoting social inclusion. I was involved from the interview process of the participants through to the organisation, the final implementation of the festival and the conclusion period. It was amazing for me to see how people from all over the world came together to work towards the same goal, overcoming any differences that may exist between them.

My biggest challenge during the project was learning a new language from zero, since I didn’t have any previous knowledge of Italian. Many people in my environment didn’t speak much English, which made it hard to communicate sometimes, but it was also beneficial for my progress in the language. Despite the difficulties I sometimes faced, I was very lucky to have many supportive people around me willing to teach me patiently and help me out in many ways. With their support I ended up being able to communicate decently in Italian.

All in all, I gained a lot of knowledge about European projects and opportunities, refugees and asylum seekers, radio broadcasts, picture and video editing tools, youth work, festivals, social media, and most of all, about people from all over the world and their culture. I also learned a lot about the problems that exist in Calabria, especially for young people. However, I was proud to be part of an association that tries to make a positive change to this reality. During this year I had the chance to work with some amazing people from various origins. I really loved working on this multicultural team and managed to make some great friends along the way. I feel very privileged to have been able to be part of this project and I feel very thankful towards everybody involved in having made it possible. Overall, this experience was one of the best I ever had and I feel that it impacted my life and me as a person immensely.

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